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Trennungsleid

11.12.2008 um 00:53, von dolly1, Kategorie: Allgemein
317 mal gelesen,

Wenn der Joystick vom Lifegame streikt..

 

 

Trennungsleid
Wenn der Joystick vom Lifegame streikt..
(c) dolly1
 

 

 

Thematik


Analyse zwischen Trauer, Ängsten, Veränderungen und Phasen der Sinnlosigkeit während oder nach einer Trennung.



Bitte nach unten scrollen.^^

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Eine füreinander perfekt empfundene Liebe, kann man in dem Sinne auch als perfekt betrachten. Egal ob man Perfektion relativieren kann oder nicht, -ich relativiere sie mir. Erst aktzeptiert man Macken und sieht über kleine „Mängel“ hinweg, wenn andere Liebenswertigkeiten diese ausgleichen. Aber wenn gar nichts mehr geht, dann schaue ich aus einem anderen Blickwinke nach Perfektion, den es anzulegen gibt, wenn man aus der rosaroten Brille nicht mehr schlau wird. Ist der (Ex)-Partner dazu aber nicht in der Lage oder ist einfach stets auf Perfektion scharf, werden sich eure Wege logisch gesehen trennen. So logisch ist das aber nicht gleich jedem. Manche verstehen Trennungen nie oder kommen nicht drüber hinweg, -denken ihre kommende Zeit würde schlechter ausfallen, weil sie denken das Perfekte schon erlebt zu haben.
 
Wie soll man auch wieder jemals wieder behaupten können, glücklich zu sein, wenn man jemanden unendlichwichtigen verloren hat? -Wenn Menschen, die wir verlieren, weil sie sich verändern, aber hinterher ja sowieso nicht mehr das sein werden, was wir einst schätzten, wird aber die Unendlichkeit konträrer Weise mit der Trennungsphase ihr Ende nehmen. Diese Phasen der Veränderungen im Leben, kann oder will man nur schwer aktzeptieren oder verweigern. Es gibt Momente der Einflusslosigkeit. Oder auch Schicksal genannt. Das heißt nicht, dass es vor deiner Geburt schon so festgelegt wurde, sondern dass dich deine Entscheidung oder Unterlassung zu diesem Abschnitt hingeschickt hat.
Was man dagegen tun kann, ist schlichtweg innerlich oder gesamt sterben. -Auf einer Stelle treiben, an Vergangenem so lange wie möglich zerren oder ganz aufgeben. Aber seien wir doch mal ehrlich; Sterben kann man immernoch. Und während du etwas gegen die neue Phase tust, holst du trotzdem nicht die alte Zeit zurück und erschaffst sie auch nicht wieder neu, da dein Gegenpart keinerlei Einigkeit mehr aufweist. Und die Welt dreht sich weiter. Irgendwann kannst du dich nicht mehr festhalten und fliegst irgendwo hin. Wer weiß ob es dir dort gefällt. Bestimme lieber selbst deinen New Life. Endlich wieder zufrieden werden. -Nach der dieser leichten Schwerezeit...
 
Das „leichten“ im vorigem Satz scheint ebenso konfus. Aber wirklich harte Schwerezeiten, -haben wir die wirklich?! Relativ gesehen, hängt der Schweregrad vom jeweilgem Empfinden ab. Man kann nicht jedem wohlhabenden Kind Vorwürfe machen, wenn es über Geldverlust klagt, wenn es dieses als Beispiel selbst erarbeitet hat. Genausowenig kann man einem Neueinsteiger, der langzeitarbeitslos war nicht vorwerfen, er sei unfähig und arbeitsfaul, wenn er in der Anfangsphase trotz zwei Tagen Pausen, noch einen dritten benötigt. Er sollte besser dafür gelobt werden, dass er es bis hierhin geschafft hat und statt Urlaub oder einer Krankmeldung gesteht, dass er erstmal wieder auftanken muss.. Genauso sehr sollten wir schätzen, was wir erreicht haben und welche Pausen oder Zwischenziele wir auch ersteinmal fürs Endziel benötigen. -Nicht verfluchen, was wir schon wieder alles vergeigt haben.  
Richtig schwer haben es Wesen, die sehen, was es schönes gibt, aber wissen, dass sie es niemals erreichen werden. Nicht, weil sie wie wir demotiviert, depri und pessimistisch sind. Sondern weil
es Fakt ist und ihre Freiheit höchstens von uns abhängt. -Die Tiere in den Versuchskäfigen. Oder die hungernden Afrikaner, die sich nach Schule und Arbeit sehnen. Und sie hängen von uns egoistischen Dauernörglern ab. Todesurteil schlechthin. Diese Leute haben es nicht nur mit dem Körper schwer, sondern auch mit der Seele. -Und das mit Aussicht auf lebenslänglich. -Oder treffender formuliert, -auf lebensintersiv“lich“ und „lebenskürzlich.“ Wir haben mehrere
Möglichkeiten. Von Hartz IV bis zum Psychologen. Wobei auch unsere Ängste verständlich sind. „Was ist, wenn der Jugendberater mich nicht ernst nimmt oder der Vertrauenslehrer sich doch an meine Eltern wendet?“ „Wird der Psychiater mich an die Klapse verraten?“
 
Da möchte ich kurz den Unterschied von „Lernen“ und „Pauken“ einbringen. Es gibt in jedem Berufsfeld Menschen, die für ihr Ziel viel gepaukt haben, damit sie es erreichen. Die Gründe sind verschieden. Aber ein Psychiater, der bloß viel gepaukt hat, wird dir weniger hilfreich sein, als einer, der auch viel gelernt hat. Auch wenn er ein gutes Ziel verfolgt und nicht nur Geld + Titel, wird dir sein Helfersyndrom mit Zusammenhangsschwierigkeiten nur wenig weiterhelfen. Ein Mensch muss dich richtig verstehen können. Zuerstmal du selbst. Das geht ganz einfach, in dem du dich nicht belügst. Und wenn du gerade etwas nicht so genau weißt, dann weißt du das eben gerade noch nicht so genau. Sehe deine Vorgesetzten niemals als allwissende Götter an, deren niederer Untertan du bist. Chefs haben schon viel von Azubis gelernt, Lehrer lernen durchs Lehren usw. Genausowenig sehen niemals andere Menschen als unqualifizierter an. Gewiss gibt es Menschen, bei denen an der ein oder anderen Stelle offensichtlich etwas nicht ganz mitgekommen ist, aber deshalb bleiben sie nicht unbedingt unfähig fürs Leben und sind schonmal gar nicht minderwertig.  
Und genausowenig sehe deinen Traumpartner als den perfekten Mann an, der dir Ewigkeit auf Erden schenken wird. Er ist auch nur ein Mensch.Trotz des perfekten Glücks vergesst nicht, dass ihr nicht perfekt seid. Und das das Glück, so wie es gekommen ist, so oder auch anders jeder Zeit wieder gehen könnte, wenn es nicht schon so geschehen ist. Da ihr nur zusammen perfekt wart und im Einzelnen noch Einzelne seid. Meinetwegen könnt ihr euch soviel vormachen, wie ihr wollt. Das kann halten. Genauso, wie Partnerschaften mit wahrer Begierde halten können.

Mögliche Erklärung, warum man in jungen Jahren öfter scheitert und alte Pärchen im Alter Paare bleiben. Entweder haben diese durchgehalten, -sich vereinbart oder sich (wieder) neugefunden. Sie sammelten bereits einiges an Erfahrungen und wissen gescheiter mit ihr umzugehen. Wenn dein Partner nicht mehr schätzt, was er gerade aufgibt, dann kannst du daran in dem Sinne nichts ändern, dass Menschen sich wenn schon von selbst ändern. Aber Menschen können sich auch unter Einfluss ändern. Stalken, Woodo und sonstiger Wahnsinn ist damit nicht gemeint. Das Einzige was du für deinen Liebsten noch tun kannst, ist ihm versuchen klarzumachen, was er da gerade aufgibt und dass man im Leben nie weiß, ob soetwas nocheinmal kommt. Er/Sie soll sich darüber im Klaren sein, dass was ihr da zusammen erlebt habt, der traumhafte Wahnsinn war, von dem so viele träumen und einst mal gemeinsam euer Traum war. Aber eine komplette Lebenseinstellung, -den Sinn eines Menschens ändern, -das solltest du dir gut zwei Mal überleben. Denn schließlich ist es sein Leben und es sind seine Ziele. Seine Träume. Wie würdest du es finden, wenn jemand anderes dein Denken so dreht, wie es ihm gefällt, damit ihr so glücklich sein könnt. Hässlich egoistisch, nicht wahr? Willst du deinen Partner zurück, damit es dir gut geht oder willst du dass es ihm und dir gutgeht.. Wenn du ihn wirklich liebst, lässt du ihn gehen.
 
Irgendwann muss Schluss sein, wenns nicht weitergeht. Der Schuss kann nämlich auch nach hinten losgehen. Du gibst nicht auf, -nervst ihn und fängst an hässlich für ihn zu werden. Du bist jetzt keine neutrale Person mehr, -er wandelt seine vorigen Schuldgefühle in berechtigte Ablehnung um. Sein Leben, sein Denken hat sich in dem Falle unwideruflich verändert und er will wieder Perfektion, die diesmal vll anders für ihn aussieht. Auf jeden Fall siehst du nicht mehr so für ihn aus. Schließe ab, -du kannst nicht mehr tun.  
Und wie es dir dabei geht? Eine doofe Frage, auf die es sich trotzdem einzugehen lohnt. Genauso wie auf die nun folgende sinnlose Phase deines Lebens.

Es gibt Phasen der Veränderungen im Leben, die kann oder will man nur schwer aktzeptieren oder verweigern. Es gibt Momente der Einflusslosigkeit. Oder auch Schicksal genannt. Das heißt nicht, dass es vor deiner Geburt schon so festgelegt wurde, sondern dass dich deine Entscheidung oder Unterlassung zu diesem Abschnitt hingeschickt hat.
 
 
Erstmal überlegst du, wo dein abgekoppelter Expartner nun hingleist und wirst dir darüber klar, dass es für die nächste Fährte keine Einheit mit ihm geben kann. Du willst nach A, er nach B, ihr entgleist, macht euch beide Vorwürfe, hasst euch. Schreckliche Vorstellung. Ja, vielleicht war es die richtige Entscheidung, ihn ziehn zu lassen. Da rollt er nun um 30 oder 90 ° Grad davon auf irgendein anderes Gleis, koppelt sich vielleicht sogar mit einem anderen Zugteil an. Willst du gar nicht sehen. Das tut dir nur weh. Such nicht nach dem Leid, wenn du das Glück finden willst. Schaue nach vorne auf dein Gleis. Oder frage jemanden um Hilfe, dich wieder draufzuhiefen. Vll auch auf ein anderes. Suche dir eines aus. Du hast die freie Wahl.
Aber kurz bevor du startest, warte nochmal kurz und schwebe eine Weile in der Phase der Sinnlosigkeit. Kriege deine Krise und krieg dich wieder ein. Begehe verzweifelt deine Fehler und begebe dich wieder von ihnen fern. Lerne aus ihnen und lebe sie in die Schublade der Erfahrungen ab.
Sprinte weder mit Vollgas davon, noch versuche den Rückwärtsgang einzlegen oder seitwärts über die Schienen dem hinterher zu crimben, was sich dir schon längst voraus im nächsten Leben befindet.Du hättest dir deinen Sinn bereits auch wieder neuschmieden können. Während du an ihn denkst, denkt er an seine Arbeit oder die schönen Haare seiner/s Neuen, die nun perfekt für ihn/sie erscheint, auch wenn er mit dir schon Perfektion hatte. Die Betonung liegt auf „wart.“
 
Die Phase der Sinnlosigkeit ist andersherum betrachtet auch die Phase der unbegrenzten Möglichkeiten, was die Zukunft betrifft. Und die Zukunft ist nicht die Vergangenheit und wie du bereits schon mehrfach vergeblich versuchtest auch nicht die neuaufgestellte Zukunft. Nein, -erinnere dich. Dein Partner ist nun dein Ex-Partner und muss selber erstmal mit seinen Gedanken klarkommen. Schließlich hat er sicher auch nicht so einfach verstanden, warum er plötzlich immer weniger Sinn in dir sah. Manche sind diesbezüglich offener, manche reden gar nicht gerne drüber. Darausfolgernd entstehen anschließende Freundschaften oder eben nicht. Wem die eigene Perfektion und Selbstverwirklichung wichtiger ist, als die Konstante zu einer der wichtigsten Personen seines Lebens (Freundschaft aufbauen), der ist dir aber doch auch ehrlich gesagt irgendwie unsympathisch oder? Ja und das ist schonmal so gar nicht in deinem Sinne und alles andere als mit Aussicht auf Perfektion.
 
Diese Ignoranz wird dir irgendwann wohlmöglich auch stinken und es ist dein Recht. Aber auch die Vorwürfe kannst du dir sparen. Du hast gesagt was es zu sagen gab und nun ist es wieder Zeit an sich zu denken. Du wirst dich noch einige Male beim Illusionieren und Schwächeln ertappen, aber das ist keine Schande. Du darfst weinen so viel du willst, es schade finden so sehr du willst und es blöd finden wie du willst. Du musst dich nur öfter mal dran erinnern, -dass all dies dir rein gar nichts bringt. Und irgendwann gehst du dir auch irgendwie so langsam selbst auf die Nerven.  
Es kann die plötzliche Lust entstehen, mal wieder richtig schön mit den Freunden feiern zu gehen oder neue zu finden. Halte dieses Gefühl einmal ganz doll lieb. Das ist schonmal ein kleines Glück auf dem Weg zum Großem Neuen. Genieße den Abend. Vergleiche was du willst. Nimm dir meinetwegen den Nächstbesten, wenn du es nicht aushältst. Make what you want. Und ist da irgendwann ganz unerwartet wieder ein so unglaubliches Glück in deinen Armen, mit dem du noch nicht so ganz umzugehen weißt, -mach immer das Beste daraus. Das heißt, -sich erstmal nicht unter Druck zusetzen. Sich daran zu erinnern, dass man sich Perfektion höchstens relativieren kann, -das versprochene Ewigkeit konträr mit unbeeinflussbaren Trennungsphasen jeder Zeit enden kann, -das du höchstens etwas mit positver Intention für Beide beeinflussen kannst und dein Glück trotz all den Unsicherheiten genießen kannst. In dem Moment, wo du sie einfach verspürst. Das sind doch eh die Schönsten. Das müsstest du spätestens wissen, als du für deine große Liebe plötzlich Dinge getan oder unterlassen hast und das vorher nie von dir gedacht hättest. So unerklärlich wie Liebe entstehen kann, kann sie auch wieder verschwinden. Und verdammtnochmal es war nicht die Einzige! Das ist ein Verzweiflungsspruch derjenigen die die Hoffnung verloren haben und zu schwach sind, sich neue zu geben. Es war nicht die Einzige, wenn du sie nicht die Einzige bleiben lässt. Es liegt noch so viel vor dir. Du kannst es bloß noch nicht sehen. Drum mache dich startklar und wieder auf den Weg. -Der, wonach dir dein Sinn steht, der dir kommt, wenn die Zeiten der Illusionen vorüber sind. -Wann immer du es willst...  
 

 

 

 

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