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Schicksal, -die Ausrede der Verantwortungsscheuen & Mutlosen

04.09.2009 um 22:27, von dolly1, Kategorie: Allgemein
392 mal gelesen,

Zunächst wird dieses Thema etwas jenseitig und verbindet sich damit auf sachliche Ebenen.

Ob es euch eher beflügeln würde, zu erfahren, dass wir Marionetten einer Übermacht in einem Spiel, Theaterstück oder Experiment, vielleicht auch einfach aus einem Langeweile-Projekt seien oder zufällig durch eine Implosion im All zu Bakterien enstanden und seither irgendwie den Gesamtzustand bewegen, lassen wir jetzt mal außen vor.

Wir schieben gerne angsteinflößendes in weite Ferne. So entstand einst Theorie "Schicksal" und fortan legten wir alle Schuld hinauf, um uns einfacher vor der Verantwortung zu drücken. Der Glaube ist uns selbst. Nur wenn wir uns den ersten Schritt zutrauen, sind wir fähig für den zweiten. Und schon bald versetzen wir Berge, sowie jedes vermeintliche Schicksal.

Falls dann selbst diese potientielle Zukunft eurer Meinung nach vorbestimmt sein sollte, dann wär dies doch immer noch besser, als der passive Zustand :) ...der so lang bleibt, bis wir die Einstellung ändern..

Gegenmeinungen?


Schicksal im Zufall kann in der Sichtweise möglich sein, wenn wir durch bestimmte Handlungen Dinge in die Wege leiten, die uns dann zu unserem Ziel oder unbekannten Ort schicken. Schicksal im Sinne irgendeiner Übermacht, könnte man austricksen, in dem man übermächtiger wird. Das gelingt garantiert nicht durch Schwarzmalerei und schon gar nichts geschieht durch Passivität. Auch nicht das vermeintliche Schicksal, denn es wird eurer Meinung ja von etwas gesteuert.

Nun gut, wie überlistet man eine Übermacht, die weder bewiesen, noch auffindbar ist? Vielleicht im Falle eines plötzlichen Wandels sämtlicher Einstellungen, dass Menschen ihr Denken umlegen und plötzlich rein gar nichts mehr nach dem Plan der Übermacht verliefe? "Geht ja gar nicht, weil das ja im Plan mit drin steht", denkt ihr euch jetzt. Was ist denn wenn die potentielle Übermacht gar nicht so mächtig ist, wie ihr sie dafür haltet? Was ist, wenn auch sie Fehler machen kann, einmal nicht aufpasst und einer von uns war schneller? Habt ihr schonmal etwas gesehen, das perfekt, bzw vollkommen ist? Was ist vollkommen?

Wenn wir mehr sinnesforschen würden und geistigen Wachstum finden, vll kommen wir dann der vermeintlichen Übermacht zu nahe. Vielleicht tritt sie dann mit uns in Kontakt, um uns auf zu halten. Und wenn man erstmal mit etwas im Kontakt steht, kann man Einfluss auf es nehmen.

Es kann uns dann ggf auch umbringen, stoppen, einfach auslöschen. Aber ausgelöscht werden wir sowieso irgendwann. Ob rein biologisch oder unerklärlich. Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder wir scheißen auf eine eventuelle Übermacht und konzentrieren uns auf den Erhalt der Erde oder wir nehmen es mit der Übermacht auf, bekämpfen sie und schreiten in geistige Ebenen, die uns bislang verborgen sind. Oder wir machen einfach beides.

Kleine Fürze sind wir, wenn wir das Weltall betrachten. Große Wesen sind wir, wenn wir uns selbst betrachten, uns Herausforderungen schaffen und Wege, Selbstvertrauen zu finden, um diese zu meistern. Viele, die einst Opfer waren, sind heute populär in dieser Welt. Aber nicht unbedingt immer aufgrund ihres Geistes. Mit unserem Geiste können wir viel weiter gehen, als unser Körper jemals fähig ist.

Wir müssen uns nicht unbedingt mit gruseligen Überwesen beschäftigen und unsere Seele ins Weltall fliegen lassen ;) Wir können hier auf unserem Planeten auch einfach weiterleben wie bislang. Nur sollten wir dann potentielle Übermächte nicht fürchten. Denn was macht man am Besten mit seiner Angst? -Sie bewältigen. Oder ist diese Unsicherheit gar nicht so stark. Warum fluchst du dann andauernd über das Schicksal oder machst es für Dinge verantwortlich? Vielleicht gesteht du dir langsam ein, dass das Schicksal vielleicht doch einfach nur eine Ausrede ist, um unangenehme Dinge zu verdrängen. Weil dir das Leben vielleicht manchmal doch etwas Angst bereitet oder du oft mutlos bist und nicht weißt wie du vorgehen sollst. Du denkst dir, es hat ja doch keinen Sinn, denn da werden mir sowieso Steine in den Weg gelegt und lässt dich auf einen anderen Weg tragen, selbst wenn es der war, auf dem du schoneinmal standst. Aber insgeheim erkennst du, es ist möglich etwas aus seinem Leben zu machen. Selbst wenn ein Schicksal da wäre. Liebe, Freude, Glück, Reichtum kann man trotzdem erleben. Das Leben kann sich trotzdem noch zum guten Wenden. Es gibt lebendige Beispiele und der Tod ist auch keine Lösung zum erfüllten Leben. Sterben können wir doch auch später. Du hast es bis hierhin durchgehalten. Dann schaffst du den Rest erst Recht. Denn du hast einiges erfahren, weißt welche Fehler du umgehen kannst. Und falls du jetzt sagen willst, dass das Pech dich dann trotzdem zu diesen Fehlern lenkt, -denk an die vorhin aufgeführte Theorie, -das eventuelle Schicksal kann auch mal verschlafen. Und genau dann schlägst du zu!
Ein Beispiel: Du bist gerade zutiefst demotiviert und übermüdet. Du musst ein Referat schreiben und weißt insgeheim, dass du das nun sowieso nicht anfertigen wirst. Und woher weißt du das? -Weil du dir nicht zutraust, es doch noch zu schaffen. Und weil du ganz zufrieden damit bist, nun eher schlafen zu gehen. Da strotzt du der Verantwortung mit der Gemütlichkeit und mit deiner Mutlosigkeit. Versuche mal, gerade genau jetzt doch das Referat zu schreiben. Quäl dich mal total. Anfänge sind immer eine Qual. Uneinschätzbar, entscheidend, anstrengend. Man überfordert sich in dem man sich den ganzen Weg vorstellt. Meißt auch noch übertrieben. Um ein Ganzes zu fabrizieren, sollte man sich zunächst auf den ersten Schritt konzentrieren. Irgendwann brauchst du dich gar nicht mehr darauf zu konzentrieren, weil es dann wie geschmiert läuft. Dann hast du den Dreh raus.

Der Weg dahin ist nicht weit. Nur in deiner Theorie ist das Ganze noch nicht so ganz angekommen. Es ist wie Mathe. Kompliziert gestrickt, aber leicht geschnürt. Viele scheuen dieser Wissenschaft, weil sie diese für zu übermächtig halten. Es kümmern sich ja schon genug andere darum. Aber wenn man etwas erreichen will, na weißt ja schon ;) Nun sollte man sich nicht unbedingt ein Ziel aussuchen, bei dem man nicht viel punkten kann. Ist das mathematische Verständnis biologisch eingeschränkt wird man kein Prof, aber es ist ein Erfolg 4 Punkte in einer Klausur zu erhalten. Einfach für sich selbst, -das man das geschafft hat.

 


So, wenn du in einer Situation bist, in der du denkst, du stirbst und trotzdem weitergehst, wirst du erfahren ob du stirbst oder nicht. Du solltest dir darüber bewusst sein, ob es dir wert ist dafür zu leben. Wenn du kein Risiko für diese Sache eingehst, warum führst du diese Sache dann aus? Liebst du, was du tust? Warum schreibst du ein Referat? Weil es Pflicht ist. Aber mach aus der vermeintlichen Pflicht doch eine angenehme Wahl. Du kannst jeder Zeit kündigen. Du kannst auch auf dein Ziel hinarbeiten. Du willst doch deinen Abschluss oder? Also schreib dieses Referat. Hier und jetzt. Und dann hast du es geschafft und bist über deinen inneren Schweinehund gestiegen. Man muss es nur einmal ausprobieren. Alles was man fürchtet, muss man nur einmal besiegen. Das Leben ist voller Hürden. Die hören nicht auf. Sie werden aber niedriger und machen dir sogar im Laufe Spaß. -Hürden werden zu spannenden Herausforderungen, doch nur wenn du wächst. Und wenn du nicht wachsen willst, dann bleibe auf deiner Ebene, glaube an Schicksal und werfe dir aus der Hand, was einst deine Träume waren.

 

(c) dolly1

Tags: Zufall, (c) dolly1, Angst, Mut, Verantwortung


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