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Phänomen Arschloch

05.11.2007 um 11:07, von dolly1, Kategorie: Kultur
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Hat sich nicht jeder schoneinmal gefragt, was Arschloch hat, was man nicht hat? Verständlich, dass man keine Lust hat, sich mit einer solchen Gattung zu vergleichen, da man eh nicht vorhat, auch nur Ansatzweise eines davon zu werden. Oder etwa doch?!

Was viele vergessen, -es gibt nicht nur männliche Wesen, dieser schmerzenden eigenverliebten aber über aus anziehenden und zugleich abstoßenden Gattung, sondern auch Weiblein und davon nicht zu wenige. Wir Menschen verhalten uns erfahrungsgemäß weiter. Haben Arschlöcher nicht unbedingt immer ein Sahneleben gehabt. Viel mehr kann auch das Gegenteil der Fall sein. Es kommt auf die Erfolgsquote an, was sie bei ihren Mitmenschen erreichen konnten. Vergleichbar mit einem heranwachsendem Hund, der jedem in die Wade beißen darf und zusätzlich noch betüddelt wird. Eigentlich müssten wir mit diesen Menschen Mitleid haben. Doch was sie anderen zufügen, gilt quasi schon als Folter und über ein gewisses Potential an Eigenbildung verfügt jeder gesunde Menschenverstand.

Arschlöcher foltern uns. Sei es verbal oder nonverbal, psychisch oder somatisch. -Oder gleich alles zusammen. Meistens sehen Arschlöcher gut aus, stimmt das? Das ist erstens relativ und außerdem zählt vor allen Dingen Status. Den können Sie auch durch eine Bildungsmaßnahme erhalten haben. Auf jeden Fall durch Erfolg. Es muss nicht unbedingt, der stätige Erfolg sein, der den Arschlöchern den gewissen Kick gibt. Es brauch auch bloß ein einziger gewesen zu sein. Zum Beispiel, wenn sie früher keinen hatten. Sie genießen nun die Aufmerksamkeit und wollen sie um keinen Preis verlieren. Drum setzen sie Ellbogen und alles weitere ein, was ihnen dazu verhilft. Ob sie ein schlechtes Gewissen besitzen? Es gibt Arschlöcher die haben eins, aber sie reden da nicht drüber und selbst wenn sie es zugeben würden, ihr Status ist ihnen wichtiger, solange sie nicht aufhören. Weil sie eben noch Arschlöcher sind.

Kann man ein Arschloch zähmen? Hüte sich wer kann. Besser gesagt, als „Nebenjob" ist soetwas erträglicher. Gerade weil man Arschlöchern nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken sollte und sich nicht von ihnen abhängig machen sollte. Arschlöcher machen süchtig. Sie haben es, - den gewissen Blick, das gewisse Selbstbewusstsein, -das macht sie verdammt sexy. Während die heutigen sogenannten „Weicheier" mit ihrer Vorsicht und Gnädigkeit abtörnend hilfebedürftig erscheinen. Sie loosen öfter ab, halten sich gesellschaftlich weiter unten auf und sind leichter zu haben. Aber hat eigentlich schonmal jemand bemerkt, dass „Weicheier", die es geschafft haben, durch das was sie immer wollten, nach oben aufzusteigen, doppelt so beliebt sind wie Arschlöcher? Ich will ja keine Namen nennen, aber ein paar vergleichbare Wesen in der Promi und Sternchenwelt gibt es da schon. Und jeder wünscht sich, - hätte er diese Person doch eher kennengelernt.

Tja, da waren die Leutis wohl zu blind, als dieser Mensch an ihnen vorbei lief. Blind vor Begeisterung auf das Arschloch, was einem den Verstand vernebelt und die Vorstellung an eine Nacht mit ihm/ihr alles andere unwichtig erscheinen ließ. Ist die Nacht mit einem Arschloch doch lediglich viel mehr mit Eigenpromo, viel Show und kaum was dahinter gefüllt?!..

Stellen wir uns mal die Frage - was unterscheidet ein weibliches Arschloch von einem männlichen?Ganz klar, - die Art des Auftretens. Während ein Mann das Objekt seiner Begierde umgarnt und ihm die Welt zu Füßen legt, aber so dass man weiß, dass es genau jetzt die einmalige Chance ist, macht das Weiblein einen auf Cleopatra. - Unerreichbar und trotzdem sooo süß! Aber vorsicht, nicht bei jedem der sich so verhält ist gleich ein Arschloch.

Das ist ja grad das Schwierige, davon die Leute zu unterscheiden. Manchmal hat man auch gar nicht die Kraft, die Durchsicht oder den Willen das zu durchschauen. Es gibt Menschen, die können nicht ohne Arschlöcher. Warscheinlich, weil sie ohne eine führende Persönlichkeit in ihrem Leben nicht zurecht kommen. Ist im Grunde ja auch egal, hauptsache wir werden nicht auch noch einer von diesen Schwächlingen. Fakt ist nämlich, wer sich einmal von einem Arschloch einwickeln lässt, möchte da kaum wieder raus. Sie müssen wie Drogen sein. Du kommst und willst da gar nicht raus. Sie geben dir den Kick, das Verbotene, Kribbelnde, Aufrgende. Die Herausforderung, den Spaß.

Aber auch nur vorübergehend. Denn hat ein Arschloch mal keinen Bock mehr auf dich, bist du gaaanz schnell Luft für ihn und während du versuchst, ihn zurückzugewinnen, nimmt er diese Bestätigung in sein Ego auf und vögelt längst mit deinem Feind oder gar besten Freund, ehe du deine Zähne fertig geputzt hast.

Wer dennoch nicht ohne Arschloch leben möchte, sollte über ein gewisses Know How am „Leine Halten" verfügen oder einfach selbst ein Arschloch sein. Diese können sich dann ja zusammen vergnügen. Bis an ihr Lebensende und damit glücklich werden. Insofern sie sich nicht gegenseitig langweilen. Denn wer von den beiden Arschlöchern sorgt denn nun für die nötige Bestätigung? Wo doch beide mit sich selbst beschäftigt sind. Es ist wie ein Kampf der Arschlöcher, gehen sie sich nicht aus dem Wege, wird sich einer mit seinen eigenen Waffen schlagen und am eigenen Leibe erfahren, was er andere erfahren ließ. Er wird sich schämen, wenn nich sogar selbst verabscheuen. Gar selbst zu einem „Fan" der Arschlöcher werden. Und ihn auf Knien anflehen, doch wenigstens wieder einen Hauch von Bestätigung fühlen zu dürfen. Man, was sind Arschlöcher beschäftigt!

In diesem verdammt wichtigen Business möchten wir sie doch gar nicht stören oder? Gleicht einer Telenovela, die wir uns nebenbei amüsiert reinziehen können. Oder auch nicht. Jenachdem wie wir gerade Lust haben. Kostet ja nix. Und wieviel Bestätigung wir erst erfahren, wenn ein Arschloch unsere Aufmerksamkeit erlangen möchte. Oder sollen wir es nennen „Bestätigung mit Alarmsignal." Suchen sich Arschlöcher zwar nicht gerade Loser aus, aber sie fühlen sich stark genug, dich schwach zu kriegen. So pass auf, dass du nicht schwach wirst. Und ebenso wenig zu stark. Denn Arschlöcher gibt es schon zu viele auf der Welt!

P.S.: Augen auf! In deiner Umgebung wartet bestimmt ein kleines süßes Weichei mit einer Menge überraschender Eigenschaften auf dich. Und stille Wasser sind tief!

Zumindest tiefer als das Arschloch eines selbstverliebten Wannebe´s.

 

Tags: Herzschmerz, arschloch, Macho


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