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Bündnis Liebe

10.01.2010 um 20:30, von dolly1, Kategorie: Allgemein
434 mal gelesen, 2 mal kommentiert,

Warum wir uns binden Wie wir uns binden Wie die Vergangenheit uns prägt Von Treue, Trennungen, Illusionen, Manipulationen..

Bündnis Liebe

Warum Menschen sich binden:

Menschen binden sich, da sie mit der Liebe des Partners über sich hinauswachsen, sich fortpflanzen und das Leben gemeinsam stemmen wollen. Sie möchten jemanden finden, dem sie all seine Liebe geben möchten, für den es sich lohnt zu leben und mit dem man seine Gefühlswelt teilen kann. Jemanden, bei dem sie sich aufgehoben fühlen und als liebenswerte Person annerkannt werden.

 

Somit beginnen Lieben zwischen Erwartungen und Enttäuschungen, romantischen Idealen und ernüchterndem Alltag.

 

 

Wie Menschen sich binden:

 

Beziehungen werden mit Wunschvorstellungen eingegangen, da wir erstmal mit Masken testen. Wir fürchten, dem anderen nicht so zu gefallen, wie wir in Wirklichkeit sind und halten dies deswegen fürs erste verborgen. Irgendwann sind wir einander dann so sehr vertraut, dass wir uns mehr und mehr geben, wie wir gerade sind. Man fragt sich dann, wie der Partner plötzlich so unverschämt sein kann und was der Grund ist, warum er so ist wie er ist. Dabei ist er nicht anders, als er es vorher schon war. Es kommt nur jetzt erst zum Vorschein.

Entweder wird einer selbstlos und aktzeptiert alles, es fliegen die Fetzen oder man hat das Glück, einen kompromissfähigen Partner gefunden zu haben und die Reife, selbst einer zu sein.

Wie die Vergangenheit uns prägt:

Kompromisse geht man in jeder beständigen Beziehung ein. Denn selbst, wenn du heute den optimalen Partner für dich gefunden hast, entwickelt er sich in den nächsten Jahren ggf. suboptimal. Der Hauptgrund warum Menschen im Grunde keine homoganen Wesen sind, liegt in der tiefen Vergangenheit, als der Mann der Frau der Versorger war und sie ihn für die Sicherheit der Familie versuchte an sich zu binden und der Mann viele Frauen brauchte, um seine Gene zu verteilen. Beziehungsunfähige zurückgebliebene Arschlöcher freuen sich nun über diese Zeilen.

Männer, die an sich arbeiten möchten, erkennen in diesen nun den Kerngrund aller Probleme, den es zu lösen gibt. Erfreulicher Weise hat die Evolution schon einiges an Problem gelöst. Als die Frauenrechte eintraten, hörte es auch langsam endlich mit der Verschwörung gegen dieses Geschlecht auf. Männer fürchteten sich nicht mehr vor ihrem Begehren der Frau gegenüber.

Irgendetwas muss in der Menschheit schief gelaufen sein. In der Tierwelt hat sich keine Gottesanbeterin vergewaltigen oder unterdrücken lassen. Sie hat sich ihren Mann genommen und ihn dann einfach aufgefressen. Vogelweibchen haben ihre Männer dazu gebracht, ihnen bei Aufzucht des Nachwuchses bei zu stehen. Schwäne sind sich ein Leben lang treu.

Vermutlich waren Geschichten wie Adam und Eva Auslöser für das Verachten von Frauen. Die wunderschönen Reize haben den Männern Angst eingeflößt und waren letztenendes das Todesurteil, da sie zum Beispiel aufgrund ihrer Reize und Schönheit als Hexen abgestempelt wurden.

Irgendwann dann die Wende:

Irgendwann war es dann ja auch mal so weit, dass menschliche Frauen ihre Rechte durchsetzen. Aufgrund ihrer zunehmenden gesellschaftlichen Annerkennung wurden sie dem Mann ein begehrenswerter Partner. Zudem entwickelten sich mehr Freiheiten, wie zb der Glaube an eine romantische Liebe und die Partnerwahl allgemein. Trennungen waren irgendwann keine Schande mehr und nahmen allmählich zu.

Deshalb klingt es von daher gar nicht mehr so paradoxer Weise, dass in heutiger Zeit mehr Partnerschaffen begonnen und beendet werden, als in Zeiten, wo Menschen noch nicht die Freiheit besaßen, romantische Vorstellungen zu hegen.

Wenn wir uns lieber trennen:

Allerdings ist es fraglich, ob die heutige Freiheit, sich zu trennen so glücklich ist, wie wir es mitunter glauben. Zum Beispiel dann, wenn wir uns gerade getrennt haben und felsenfest davon überzeugt sind, dass dies das Beste war, was uns passieren konnte.

Folglich stürzen wir uns auf die erneute Suche nach dem Partner fürs Leben. Manche finden diesen vermeintlichen in dem nächsten. Manche erst in dem übernächsten oder nie. Glauben dann sie sind verdammt und jene, die meinen ihn gefunden zu haben, stehen fest in diesem Glauben. Dabei hatten sie bloß Glück oder verfügen über ein tapferes Händchen. Denn Liebe bedeutet Arbeit. Immer. Selbst im Film. -Da ist alles inszeniert.

 

 

Bindungsorientierung:

In der heutigen Zeit der geistigen Reife kommen uns Fragen auf, auf die wir keine Antwort finden. In der ungewissen, kalten Welt suchen wir nach Geborgenheit, Beständigkeit. Wir finden einen Partner, der uns diese Sicherheit geben soll. Dabei ist er auch nur ein Mensch wie du, der Angst hat vor dieser Welt. Du verlangst von ihm Dinge ab, die er versprechen, aber nicht halten kann.

Nun gut, ewige Treue kann man mit der entsprechenden Reife versprechen und halten. Ewig, solang die Beziehung Stand hat. Nichts ist für die Ewigkeit. Irgendwann kommt der Tod. Doch bis dahin ist ein glückliches Zusammenleben möglich. Arbeit, Arbeit, Arbeit ist angesagt. Klingt übel. Doch ist es ebensoviel Arbeit, wenn du andauernd eine Trennung und Neubindung erlebst. Von Herzschmerz, bis tyrannisierenden Ex-Freunden, von Reue bis Verlust des Glaubens an die Liebe.

Wer treu ist, ist fähig seinen Partner sexuell und intellektuell zu schätzen und ihm seine Wünsche mit zu teilen. Vereinbarungen sind im sexuellen Bereich genauso kompromissbedürftig wie im geistigen. Man kann einem Menschen nicht einfach alles abverlangen. Und auch in der sexuellen Neuorientierung ist Glück nicht garantiert.

Umfragen haben ergeben, dass weder männliche noch weibliche Wesen ein solches Leben erfülle. Männer, die zu Prostituierten gingen, berichteten, wie atzend es zu erleben war, wie die Frau ihren Ablauf abging wie eine To-Do-List. Nichts von wirklicher Geilheit war vorhanden. Auch Frauen, die sich Affären als erfüllender zuredeten, gaben zu, dass sie so zwar gelegentlich auf ihre sexuellen Kosten kamen, aber sich die kurzfristige Extase allein auf Dauer nicht lohne.

Menschen, die ihren Partner betrogen, bereuten dies, wenn ihnen ihr Partner wertvoller war, als diese eine Triebentlastung. Sie haben verloren, wonach sie ihr Leben lang gesucht hatten. Für einen verdammten bedeutungslosen Fick.

Fremd- oder Affänregänger reden sich ein, dass ihre Haltung toll sei und es Wesen im anderen Geschlecht gäbe, die ebenso auf Sex ohne Liebe stehen. Dabei ist das Resultat wie gesagt, das solche Bindungen nur als Trostpflaster, aus finanzieller Not oder aus mangelndem Selbstbewusstsein eingegangen werden und alles bloß Selbstschutz und Suche nach Erfüllung ist.

 

Manipulationen und Illusionen:

Zuviele schlechte Pornos vermitteln uns falsche Wunschvorstellungen und nehmen einem das, was der Sinn sexueller Handlung ist, -Befriedigung. Evolutionär mitgekommene wollen heute sowohl sexuell und intellektuell befriedigt werden und ihrem Partner ebenso Befriedigung schenken. Sie sind unsere Hoffnungsträger. Sie sind die, die wirklich fähig sind zu lieben und sich lieben zu lassen. Die Pornoindustrie ist nur eine von vielen, die unsere Triebsteuerung manipuliert. Das Gehirn ist die erogenste Zone, die wir besitzen.

Mit der Evolution hatte ebenso der Sexismus die Freiheit sich zu entfalten. Mittlerweile schenken dir laszive Models auf Plakaten den Glauben sich einmal ordentlich von dir durchnehmen zu lassen, würden dir aber nichtmal einen Blick zu werfen, wenn du vor ihnen stehst. Und das noch nicht mal aus schönscheinender Rarität. Google sie mal ohne Make Up. Sie würden dich stehen lassen, weil sie meinen, dich nicht nötig zu haben und besseres haben zu können. Sie sind genauso dumm wie du.

Nutten in Pornos schauspielern dir Freude an abnormalsten Fantasien, die folglich auch zu deinen werden. Nur die wenigsten Pornos verfilmen die Begierden einer Frau. Deshalb ist für die wenigsten Männer die weibliche Begierde überhaupt ein Thema. Sie denken, es macht eine Frau allein glücklich und geil den Mann nach den Regeln zu verführen und Frauen denken folglich, sie müsse das glücklich machen. Allein das ist doch schon der Beweis, warum soviel Frustration in den Betten herrscht.

Filmszenen erhalten unmengen an Cuts, damit der Promi genauso blickt, wie es in deinem Gehirn attraktiv ankommt. Wir sind mittlerweile so sehr manipuliert, dass wir mitunter die Wahrheit regelrecht verdrängen. Und dann jammern wir über scheiternde Liebesleben...

Frei sein:

Für ein erfolgreiches Liebesleben ist es also von überlebenswichtiger Bedeutung wahre Schönheit zu erkennen, Fehler zu verzeihen und über sich hinauswachsen zu wollen. Wir dürfen unsere Augen nicht verschließen wenn wir Angst haben. Ab da an scheitern wir. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit bis alles dann den Bach hinunter geht. Es ist Zeit, Initiative zu ergreifen, Verantwortung zu übernehmen, zu sagen, was man will und zu schätzen was man hat. Nicht haben zu wollen, was man nicht haben kann, nicht zuletzt weils gar nicht existiert. Soviel ist bloß Illusion.

Doch der Mensch da, der da mit seinem unperfekten, aber vedammt süßen Grinsen vor dir steht und dich sowohl früher als auch insgeheim heute noch glücklich damit macht, ist Realität. Du bist nur zu benebelt von Medien, Schauspielern und anderen Posern, die dir einreden, etwas besseres haben zu können. Dabei gibt es nichts perfekteres im Leben als das unperfekte Lebewesen an deiner Seite, mit dem du durch Höhen und Tiefen gehen kannst, weil er selbst die Reife besitzt, dies bis in alle Ewigkeit zu wollen.

Weil er dich liebt. Und du ihn liebst.

Weil ihr Arbeit an euch einseht. Weil ihr ehrlich zu einander seid und somit z.B. Sex genießen könnt. Weil ihr euch als eigenständige Wesen anerkennt und schätzt. Weil ihr einander eure Bedürfnisse beachtet und euch euren Träumen widmet. Weil ihr erwachsen genug seid, Kompromisse zu schließen. Weil ihr wisst, dass ihr euch nie komplett erfahren werdet und euch trotzdem liebt. Weil ihr wisst, dass es Den Einen gibt, wenn ihr ihn Den Einen sein lasst. Weil ihr mit dem anderen leiden könnt, auch wenn er dir nicht verrät worum es geht.

Weil ihr versucht weitere Mittelpunkte, wie Familie, Freunde und Hobbys im Leben zu behalten... ..und euch trotzdem mitten im Herzen tragt.

Ihr bestimmt die Weile eurer Liebe.

 
(c) Dolly1

Tags: Liebe, Treue, Partnerschaft


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